Artikelnummer 1658
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BRETTER, DIE DIE WELT BEDEUTEN (1935)

Kurt Gerron, S.Z. Sakall, Ernst Arndt and Mara Loseff
$9.99
Kurt Gerron's comedy tells the story of two manufacturers, Seiffert and Rainer, who are about to merge their companies.  Only Rainer's fun-loving son is against the merger, because he's trying to avoid Seiffert's pretty niece, Katja.  Katja has decided to conquer Paul's heart; but since he is only interested in actresses and singers, Katja starts taking singing lessons ... and promptly receives a theatrical engagement.
 
 
Kurt Gerrons Komödie erzählt die Geschichte der zwei Fabrikanten Seiffert und Rainer, die kurz davor stehen, ihre Firmen zu fusionieren. Allein Rainers lebenslustiger Sohn Paul ist gegen die Fusion, da er Seifferts hübscher Nichte Katja aus dem Weg gehen will. Katja beschließt, Pauls Herz zu erobern. Da der sich jedoch nur für Schauspielerinnen und Sängerinnen interessiert, beginnt Katja ein Gesangsstudium – und bekommt prompt ein Theater-Engagement.
 
 
Of historical note is the appearance of Ernst Arndt in the film, who played Seifert, Katja's uncle. On 10 July 1942, at the age of 81, he was deported to the Theresienstadt Ghetto and from there, on 23 September, sent to the extermination camp at Treblinka, where he most likely was murdered in the gas chambers through carbon monoxide poisoning.
 
Kurt Gerron, the director of the movie, had left Nazi Germany with his wife and parents, first to Paris and then later to Amsterdam. He was offered employment in Hollywood by Peter Lorre and Josef von Sternberg's agency, but refused several times, one time allegedly because his potential employer did not offer first class tickets to America. It was to be a fatal decision: after the Wehrmacht occupied the Netherlands, he was interned in the transit camp at Westerbork before eventually being sent to Theresienstadt. There, he ran a cabaret to entertain the inmates. In 1944, Gerron was compelled by the Nazis to make a propaganda film showing the allegedly humane conditions at Therestienstadt for its Jewish internees. Entitled,Der Führer schenkt den Juden eine Stadt (The Führer Gives the Jews a City), it was still being filmed when Soviet troops overran the extermination camp at Majdanek in July 1944 and the world had confirmed proof of the mass extermination machine for the first time. This publicizing of the death camp led to the abandonment of the filming, since its propaganda value was now useless. This, in turn, eventually led to Gerron's deportation to Auschwitz on the final transport from Theresienstadt in October 1944. Gerron was gassed immediately upon arrival at Auschwitz; Reichsfuhrer SS Heinrich Himmler ordered the gas chambers at Auschwitz to cease operation the very next day. The propaganda film, which we sell in our GERMAN PANORAMA series, exists only as an incomplete fragment.

 
Ernst Arndt war ein deutschstämmiger Bühnenß und Filmschauspieler mit Hauptwirkungsfeld in Österreich.  Der betagte Künstler befand sich bereits im Ruhestand, als das Burgtheater Ehrenmitglied Arndt nach dem Anschluß Österreichs im März 1938 isoliert wurde.  Am 10. Juli 1942 erfolgte seine Deportation in das KZ Theresienstadt, zweieinhalb Monate darauf  am 23 September 1942 wurde er in das Vernichtungslager Treblinka verlegt.  Dort ermordete man den 81jährigen Juden unmittelbar nach seiner Ankunft. 
 
Mit seiner Frau Olga und seinen Eltern floh Gerron 1933 nach der nationalsozialistischen Machtergreifung nach Paris, von da über Österreich und Italien nach Amsterdam. Nach der Besetzung der Niederlande spielte Gerron noch eine Weile an der Hollandse Schouwburg, die nun „Joodsche Schouwburg“ hieß, bis das gesamte Ensemble in das KZ Theresienstadt deportiert wurde. 1943 wurden Gerron und seine Familie in das niederländische Durchgangslager Westerbork deportiert, Ende Februar 1944 dann ebenfalls nach Theresienstadt. Gerrons Freund Peter Lorre und Marlene Dietrich hatten noch versucht, ihn rechtzeitig nach Hollywood zu holen. Doch Gerron lehnte ab, wohl, weil ihm die deutsche Sprache zum Arbeiten notwendiges Handwerkzeug war. Möglicherweise hoffte er auch auf einen Umschwung in Deutschland, wie viele der Juden, die nicht weiter als in die benachbarten Niederlande emigrierten.
 
In Theresienstadt erkannte ein SS-Mann Gerron, der in einem Nazi-Propagandastreifen durch Ausschnitte aus seinen Filmrollen als Prototyp des „minderwertigen Juden“ vorgeführt worden war, und schlug den ihm arglos Entgegentretenden brutal zusammen. Später agierte Gerron auf der Bühne des von ihm gegründeten Ghetto-Kabaretts „Karussell“. Im August 1944 wurde Gerron von der SS gezwungen, den vorgeblich dokumentarischen Film „Theresienstadt“ zu inszenieren. Dieser Film wurde später unter dem Titel „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ bekannt. Einige Überlebende kreideten Gerron seine Mitwirkung an diesem Propagandafilm an, andere, vor allem solche, die er durch Besetzung für den Film vor der Deportation nach Auschwitz zu retten suchte, zeigten Verständnis für seine Pseudo-Kollaboration. Gerron selbst scheint geglaubt zu haben, dass ihn einzig seine Theater- und Filmkompetenz und seine bereitwillige Mitwirkung an diesem Film davor bewahren könnte, von den Nazis ermordet zu werden. Nach Abschluss der Filmarbeiten wurde Kurt Gerron, mit anderen an diesem Film Beteiligten, im Oktober 1944 mit der Anweisung „Rückkehr unerwünscht“ nach Auschwitz transportiert, wo er in einer Gaskammer ermordet wurde.
 

DVD-R IS IN GERMAN WITH NO SUBTITLES.

QUALITY (of feature film only): 

 

·        Digital Quality?  - no

·        Sharpness of picture?  - soft edges and slightly blurry, but decent video quality

 

 

LENGTH OF FEATURE FILM:  84 mins

LENGTH OF NEWSREEL

 

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